Das war die Wahl…

Politik / Wahljahr 2013

…oder wie man mit einer Politik des Stillstands die Menschen begeistern kann.

Was war das für ein Wahlabend, die CDU/CSU hat mit einem Kantersieg gezeigt, dass die Themen nicht so wichtig sind, wenn der Wahlkampf nicht auf Inhalte sondern auf Personen zugeschnitten ist. Darum dürfen wir uns jetzt auch alle auf vier weitere Jahre politischen reaktionärer Politik einstellen. Ach nee, stimmt ja gar nicht, denn die Union hat ja bravouröse die €uro-Krise gemeistert und den andern Staaten gezeigt wer das starke Land in der EU ist. Vielen Wählern scheint dabei entgangen zu sein, dass es gar keine Lösung für die €uro-Krise zum jetzigen Zeitpunkt geht, sondern alles was die Bundesregierung getan hat, waren Reaktionen und keine mutigen Schritte zur Lösung. Deswegen ist es eigentlich auch egal mit wem nun die Union koaliert, denn die eigentliche Politik machen in diesem Land schon längst die einflussreichen Lobbyisten.

Auch scheinen die Wähler nicht zu bemerken, dass die Kluft zwischen Arm und Reich in den letzten Jahren immer größer geworden ist. Ein Großteil der Menschen die mit einem Job nicht genug verdienen, um die eigene Familie zu ernähren, sind so desillusioniert, dass sie gar nicht mehr zur Wahl gehen. Die sozialer Komponente scheint bei Wahlen immer weniger Menschen zu interessieren, wichtig ist das alles so bleibt wie es ist und man ja nichts von seinem eigenen Vorteil teilt. Kann man dem Großteil der Wähler deshalb einen Vorwurf machen? Ich meine schon! Es ist dasselbe, wie immer wieder von allen auf die Banken geschimpft wird. Wenn man aber seine Mitmenschen darauf hinweist, dass es sehr wohl Alternativen gibt (GLS Bank, Triodos Bank…) ist die erste Frage die nach der Höhe der Zinsen, Argumentationen mit der Sozial- und Umweltkomponente laufen ins Leere.

Was muss also passieren, damit ein Umdenken statt findet?
Ehrlich gesagt, Argumente gibt es jeden Tag immer wieder und wieder, aber der Tellerrand ist für viele Mitmenschen einfach zu hoch und das eigene Nest noch zu gemütlich.

Meine Hoffnung nach dieser Wahl bleibt, dass die Menschen irgendwann doch sehen, dass die Beliebigkeit der Frau Merkel uns nicht voranbringt, es in diesem Land beginnt zu rumoren und die Leute mal wieder ihren Hintern hoch bekommen und auf die Straßen gehen.

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